Sonntag, 2. November 2014

Kuss des Feuers

"Für ihn gab es hier nichts mehr."





Details
Autorin: Kristen Callihan
Verlag: LYX Egmont
Seitenzahl: 416
Sprache: Deutsch
Preis: 9,99€
ISBN: 9783802589836










Inhalt
London, 1881: Miranda Ellis besitzt die außergewöhnliche Gabe, das Feuer zu beherrschen. Da ihre Familie vor dem Ruin steht, sieht sie sich gezwungen, den düsteren Lord Benjamin Archer zu heiraten, der sein Gesicht stets hinter einer Maske verbirgt. Ein grausamer Fluch liegt auf ihm, der ihn nach und nach seiner Menschlichkeit beraubt. Doch hinter seiner Fassade erkennt Miranda eine vewandte Seele, die ihr Innerstes berührt, und sie setzt alles daran, Archer vor dem Sturz in die Dunkelheit zu bewahren.



Gedanken
Wie ihr an meinem billigen Abklatsch der Klappentextes und an meiner zeitlichen Verspätung sehen könnt, hat sich dieses Buch ein bisschen gezogen.
Allerdings liegt es mal wieder nicht nur an dem Buch, sondern auch an meinen sonstigen Aktivitäten, deswegen fangen wir wie immer erst mal am Anfang an und reden über die Vorgeschichte des glücklichen Ehepaares.
Denn das ist es, was man als erstes zu lesen bekommt. Einen Archer, der auf Mord aus ist, und eine kleine Miranda, die lustig mit einem Degen herumfuchtelt. Ich finde diesen Teil des Buches ziemlich gut, da es einfach mal was anderes ist und man somit schon einige Details aus dem Leben der beiden erfährt. Aber auch über das Buch hinweg erfährt man hier und da mal wieder ein bisschen. Nicht viel, da das meiste am Anfang schon raus ist, aber doch ein bisschen was.
Allerdings hat es mich weniger gefreut, dass ich jetzt, wo ich fertig bin, das Gefühl habe, dass die Charaktere ein wenig...einfach sind.
Nachdem man die Geschichte der beiden gehört hat, ist hinter den Charakteren nicht mehr viel. Miranda ist mutig. Archer verschwiegen.
Das ist so mein Eindruck von den Charakteren und obwohl sie mir, während ich das Buch gelesen habe, sehr gut gefallen haben, sind sie jetzt, im Nachhinein langweilig.

Aber gehen wir mal zum Schreibstil über, denn der hat mir wirklich gefallen.
Obwohl es für meinen Geschmack schon sehr viele Beschreibungen gab, bzw. einfach Phasen, in denen nahezu kein Dialog vorkam, fand ich die Story flüssig zu lesen und das ist das wichtigere.
Aber in der Tat, in der Handlung kommen im Vergleich zu anderen, wirklich wenige Dialoge vor, denn das meiste denkt sich einer der beiden immer nur.
Und dabei muss ich sagen, dass ich den beiden schon manches Mal den Hals umdrehen wollte. Wie soll man denn in einer richtigen Ehe leben, wenn man sich die ganze Zeit nur anschweigt, weil man glaubt, dass der andere die Geheimnisse nicht verkraftet, die man birgt.
Aber andererseits kann man deren Situation dann doch wieder verstehen.
Zurück zum Geschriebenen: Was ich außerdem toll fand waren die Gefühle.
Ich mag Bücher, in denen die Gefühle intensiv aufgearbeitet werden und auch dementsprechend beschrieben werden. So ein Buch war auch dieses hier und das hat mich ziemlich gefreut.

Zum Schluss, kommen wir mal wieder zum Schluss.
Denn ich bin gerade in einer Stimmung, in der ich einfach mal kritisieren muss.
Zum Ende hin haben mich zwei Sachen gestört.
1. Die beiden fallen dermaßen über sich her, als würde es keinen Morgen mehr geben und kurzfristig dachte ich, dass es ab hier nur noch um Sex gehen würde. Diese Situation hat sich natürlich wieder geändert, aber zu diesem Zeitpunkt waren irgendwie die Gefühle der beiden wie auf Drogen. Zumindest empfand ich es so.
2. Der Endkampf war...langweilig. Ich will nicht viel spoilern, aber Archer..schnarch...und Miranda fuchtelt mal wieder ein zwei Mal mit dem Schwert herum ist fertig ists. Das fand ich ziemlich schwach.
Die Feuerszene danach fand ich wieder besser, aber auch hier hat mir die Schwierigkeit der Sache gefehlt.

Um also nicht mehr zu bemängeln, will ich mal eben auch sagen, dass ich das Buch trotz allem ziemlich gut fand. Mir sind halt nur wieder ein zwei Sachen aufgefallen, die ich ansprechen wollte.
Wie hieß das Zitat noch?
Kein Tadel ist Lob genug.
Bei mir gibts halt trotzdem ein bisschen was davon.

Bewertung

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